Der alte Mann im Park
Ein alter Mann wird von Jugendlichen in einem Park zusammen geschlagen. Nach Jahren im Koma wachte er plötzlich auf und will Rache.
Leseproben
Er hatte es schon mal gelesen, das war aber schon viele Jahre her. An einige Stellen konnte er sich noch erinnern. Auf jeden Fall wusste er, was dort die grobe Handlung war. Der Junge mit dem zu kleinen Fahrrad fuhr eine Runde um den Park als er bei ihm vorbeikam, sagte er zu dem alten Mann:
„Hey, alter. Du sitzt auf meiner Bank und dafür will ich Kohle. Sonst verpiss dich.“
Der alte Mann schaute ihn an und klappte wieder sein Buch zusammen. Dabei ließ er wie eben sein Finger an der Seite, an der er gerade beim Lesen war.
„Ich kann mich auch eine Bank weiter setzen. Aber ich wusste nicht, dass die Bank hier jemanden gehört.“
„Hast du Kohle?“
„Nein, ich setze mich dann einfach auf eine andere Bank.“
„Das ist auch meine Bank. Du sitzt hier also schon eine Weile auf meiner Bank und willst nicht bezahlen. Willst du in die Fresse?“
Dann kamen auch die anderen über den Park gelaufen. Einer sagte, dass er genau gesehen hatte, wie der alte Mann seinen Freund getreten hatte. Ein anderer fing an, den alten Mann zu schubsen. Der mit dem Fahrrad fragte wieder, ob er Kohle hat. Der alte Mann bekam Angst. Er ließ sein Buch fallen und rannte so schnell er konnte zu seiner Haustür. Als er in seiner Wohnung war, stellte er sich mit dem Rücken an die Tür und holte erst mal tief Luft. Der erste Weg war zum Fenster, dort konnte er sehen, wie die jungen Leute mit seinem Buch Fußball spielten und dabei alle Blumen zutraten. Er rief die Polizei.
„Randalierer haben mich auf dem Park vor meiner Haustür angegriffen. Sie sind immer noch da und zertreten dort alle Blumen.“
Das Gespräch war nicht ganz zu Ende, da konnte er schon das Blaulicht um die Ecke fahren sehen. So schnell hatte er die jungen Leute noch nicht rennen sehen. Die Polizei stand im Park und schaute sich die zertretenen Blumen und zwei zertretene Mülleimer an. Der alte Mann ging im Schutz der Polizei nach unten. Er erzählte den zwei Polizisten, was er gerade erlebt hatte. Die Nachbarn aus seinem Haus schaute vorsichtig hinter ihre Gardinen vor. Man konnte sie kaum sehen, sie versteckten sich vor Angst. Aber wovor fürchten sie sich. Die Gefahr ist doch vorbei. Der alte Mann ging wieder in seine Wohnung. Das Buch, dass er angefangen hatte, zu lesen. Hatte er in der Hand, es war schmutzig, zerrissen und dreckig. Man konnte es nur noch wegwerfen. Als er es in seine Abfalltonne steckte, erinnerte er sich, wie er zu dem Buch gekommen war. Es hatte Geld gekostet, es war toll und Bücher sind etwas Besonderes. Viele lesen nicht mehr, es strengt an. Bei diesen Sätzen musste der alte Mann immer lächeln. Wenn man so denkt, hat man noch kein spannendes Buch gelesen. Er setzte sich ans Fenster und schaute auf den kleinen Park. Dort war niemand mehr es war still draußen. Es fuhr auch kein Auto vorbei. Er musste daran denken wie sie ihn geschubst haben. Warum macht man das, niemand hatte die Jungen Leuten etwas getan. Einer wollte immer Geld von ihm. Das war doch schon kriminell, dachte er sich. Dabei kochte er sich eine Tasse Kaffee. Stellte sie auf das Fensterbrett und suchte sich ein neues Buch aus. Er machte sich die Auswahl nicht leicht. Das richtige Buch muss auch zur richtigen Stimmung passen. Nach einer kleinen weile und wieder einem Lächeln im Gesicht.
Der alte Mann im Park
| Größe: | A6 |
| Seitenzahl: | 140 |
| Kategorie: | Kurzgeschichte |
7,00 €
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